Ein Projekt der Mission Hiddingsel ist Fatundu. Was war nochmal Fatundu?

Ruphin Mvunuku – ein Kongolese – wohnt seit über 20 Jahren in Wuppertal und opfert jeden Jahresurlaub, um im Kongo Hilfsgüter zu verteilen und Kontakte zwischen den Behörden und hilfsbedürftigen Menschen herzustellen. Dieser Mann ist das Mittelglied zwischen der Mission Hiddingsel und Fatundu – seiner Heimatstadt im Kongo. Zu Fatundu mit seinen 11000 Einwohnern gehört auch ein katholisches Internat mit 400 Schülern. Betrieben wird das Internat von den Schwestern von Maria Kwango. Dieses Internat spielt auch eine wichtige Rolle bei den nachfolgenden Ereignissen.
Im November 2013 wurden in Kinshasa – der Hauptstadt des Kongo – grundlos 119 Straßenkinder von der Polizei erschossen. Ruphin Mvunuku reiste am 26.12.2013 nach Kinshasa. Die Not bei den Straßenkindern, die er dort fand, war sehr groß. Viele Kinder hatten seit Tagen keine Mahlzeit mehr erhalten und so bat er die Schwestern des Internats in Fatundu 60 Mädchen im Alter von 12-17 Jahren eine Zuflucht und Schutz zu bieten. Angesichts der bedrohlichen Lage und der großen Hilfslosigkeit der Straßenkinder sagten die Schwestern zu. Groß war die Freude der Mädchen bei ihrer Ankunft in Fatundu. Nicht nur, dass sie in Sicherheit waren, sondern auch, dass eine Matratze, einen Rock, eine Bluse (als Schulkleidung) und ein paar Badelatschen auf sie warteten.
Drei Koffer hatte Ruphin Mvunuku mitgebracht, um die persönlichen Gegenstände der Kinder von Kinshasa nach Fatundu zu transportieren. Doch diese Koffer blieben leer! Kein Andenken, kein Foto von den Eltern oder Verwandten, kein Kuscheltier oder ein Kleidungsstück aus der Kindheit, das an Zuhause erinnert. Dafür kamen die Kinder traumatisiert und mit Bildern in ihren Köpfen, die man keinem Kind wünscht. Viele der Kinder mussten mit ansehen, wie ihre Eltern grausam zu Tode kamen – ermordet wurden.
Da waren sie nun unsere 60 Kinder, in einem Internat in Sicherheit. Die Schwestern von Maria Kwango konnten aber mit ihren finanziellen Möglichkeiten diese 60 Kinder nicht alleine durchbringen. Jedes Kind verursacht im Jahr insgesamt Kosten in Höhe von 120,- €. Dieses Geld wird benötigt für Essen, Unterkunft und Schulgeld. Damals wurden wir gebeten 60 Spender zu finden, die bereit sind, diese Gruppe der geretteten Straßenmädchen für einige Jahre zu unterstützen. Dies ist ein Hilfsbeitrag von monatlich 10,- €. Wenn wir mal mit unseren Kindern ins Kino gehen, dann kostet uns das bereits 32,- € für ca. 2 Stunden Vergnügen. Davon können die Kosten für drei Monate eines Mädchens im Internat übernommen werde. Natürlich soll hier keiner auf einen Kinobesuch verzichten, doch führt es uns vor Augen, wie leicht wir Geld für unser Vergnügen ausgeben mögen und bei einer Spende doch häufig wesentlich zurückhaltender reagieren.
Die Schwestern konnten und können diesen Beitrag von jährlich 120,- €, der für die Unterbringung, Versorgung und Ausbildung der gestrandeten Straßenmädchen erforderlich ist, nicht erbringen. Damals mussten die Schwestern selbst über Spenden baufällige Schlafräume und Klassenzimmer des Internats finanzieren. Insoweit war es schon fantastisch bei einer Internatsstärke von über 400 Schülerinnen das sie sich darauf eingelassen haben, 60 dieser – mit dem Tod bedrohten Mädchen – aufzunehmen. Alleine das forderte schon ihre ganze Kraft und Anstrengung.

Was hat sich seitdem getan?

Aus den 60 Mädchen sind mittlerweile 127 geworden. Dank der großzügigen Spendenbereitschaft konnten in der vergangenen Zeit die Schwestern vor Ort den Neubau des Schulgebäudes voranbringen. Ihnen ist es gelungen, einen 23x10 m große Halle zu bauen. Diese war auch dringend nötig, denn der Schlaftrakt , der von den Mädchen zunächst provisorisch genutzt wurde, war nach langen Regenfällen eingestürzt. Die Waisenkinder konnten in die Gemeinschaft des Internats integriert werden und ihre (Schul-)Ausbildung macht Fortschritte. So konnten in diesem Jahr zwölf Mädchen ihre schulische Ausbildung mit einem Abitur abschließen. Zehn dieser Abiturientinnen nehmen bzw. haben ein Studium aufgenommen und zwei junge Frauen werden Schwestern in einem afrikanischem Orden. Auch für die weitere Ausbildung ist eine finanzielle Unterstützung erforderlich. Für dieses Jahr konnte auch diese Unterstützung sichergestellt werden.
Wo drückt nun heute der Schuh?

Aus anfänglich 60 Waisenkindern sind 127 geworden, deren Versorgung durch finanzielle Hilfen von uns sichergestellt werden muss. Darüber hinaus geben derzeit die sanitären Anlagen insbesondere die Toiletten Anlass zur Sorge. Unter den Toiletten befindet sich die Sickergrube. Der Fußboden der Toiletten ist derart marode, dass derzeit damit gerechnet werden muss, dass der Untergrund nachgibt und die Wände in die Sickergrube stürzen. Auch für die Instandsetzung der sanitären Anlagen, der dringend angezeigt ist, benötigen die Schwestern des Internats dringend unsere Hilfe. Aber auch wir können dieses alleine nicht schaffen, damit die Gemeinschaft der Schwestern auch in den kommenden Jahren ihre Arbeit fortsetzen kann, vertrauen wir darauf, dass Sie, liebe Unterstützer, auch in den kommenden Jahren die Notwendigkeit ihres Teilens erkennen. Die Spendenquittung wird Ihnen natürlich über des Pfarrbüro zukommen, dafür benötigen wir nur die Adresse auf der Überweisung.

Dürfen wir uns neben Ihrer finanziellen Unterstützung noch etwas wünschen? Machen Sie Werbung für das Projekt „Fatundu“ im Freundeskreis, im Bekanntenkreis oder bei Ihren Arbeitskollegen. Es wäre schön, wenn sich die Zahl der Unterstützer, die uns monatlich bzw. jährlich mit einem Betrag unterstützen, noch wachsen würde, damit die finanzielle Versorgung sichergestellt werden kann.

Wenn Sie das Projekt unterstützen wollen, dann überweisen Sie bitte auf das Konto der Zentralrendantur Dülmen mit dem Vermerk:

Unsere neue Bankverbindung!

IBAN: DE84 4006 0265 0003 8877 00
BIC: GENODEM1DKM
Stichwort: Hilfe für Fatundu


Das Missionsteam:
Ursula Mütherig, Diana Lütke Brintup, Irmgard und Alois Holtkamp, Stefan Lütke Daldrup, Pfr. Ferdinand Hempelmann und Petra Fuchs

Bei Fragen meldet Euch bei:
Achim und Petra Fuchs, Eickholt 15, 48249 Dülmen-Hiddingsel, Tel.: 02590/4900
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